Von der Powerfrau zur Freifrau

Elisabeth Baur und Elsbeth Wieland-Sautter werden vom Bildungswerk verabschiedet

Foto: Andreas Scholz

Abschied nehmen – heißt es auch beim Frauenfest anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Frauenprogramms im Kloster Schöntal. Denn Elisabeth Baur und Elsbeth Wieland-Sautter werden aus dem Frauenteam verabschiedet. Die beiden Bildungsreferentinnen waren in den vergangenen Jahren neben Birgit Schatz, Geschäftsführerin des Evangelischen Bildungswerks Hohenlohe, die treibenden Kräfte bei der Gestaltung des Frauenprogramms. Sie hinterlassen große Fußstapfen.

Kein Wunder, dass bei den zahlreichen Umarmungen Wehmut aufkommt. Elsbeth Wieland-Sautter hat sich zwanzig Jahre lang ehrenamtlich im Frauenteam engagiert. Elisabeth Baur scheidet als hauptamtliche Leiterin in der Erwachsenenbildung nach 36 Dienstjahren aus.

In ihrer Laudatio würdigt Barbara Schwarz-Sterra das langjährige Engagement von Elisabeth Baur und Elsbeth Wieland-Sautter. „Ihr seid starke Frauen und habt über die Jahre immer wieder Programme ausgearbeitet, die Frauen stark machen und voranbringen“, erklärt die Frauenreferentin der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Auch Barbara Köppen, Erste Vorsitzende des Vereins der Katholischen Erwachsenenbildung Hohenlohekreis (KEB), dankte dem Power-Duo „für unermüdlichen und charismatischen Einsatz zur Stärkung der weiblichen Identität durch ein breitgefächertes Angebot“. Langjährige Wegbegleiterinnen und Workshop-Leiterinnen schließen sich den liebevollen Danksagungen auf besondere Weise an.

Trommellehrerin Gabriele Hüller und Klangtherapeutin Arunga Heiden revanchieren sich mit einem musikalischen Ständchen bei den beiden Bildungsreferentinnen für die vertrauensvolle und befruchtende Zusammenarbeit.

Vorstandsfrau Magda Lieb aus Schöntal, die im Bildungshaus seit Jahren ein- und ausgeht, fragt sich hingegen: „Mir ist ein Rätsel, was die quirlige Elisabeth künftig mit der neu gewonnen Freizeit anfängt?“. Doch Elisabeth Baur kann alle beruhigen. „Beim Abschied sagte man mir: Ab jetzt bist du Freifrau, was mir gefallen hat“, betont sie. „Für mich heißt das vor allem, mich weiterhin in großer Freiheit für zeitrelevante Themen zu interessieren. Außerdem wartet zu Hause ein großer Garten. Somit ist für Arbeit und Erholung bestens gesorgt.“

Andreas Scholz, Hohenloher Zeitung, 14.6.2018, www.stimme.de