Seelsorgeeinheit Mittleres Kochertal (5)

Die Seelsorgeeinheit Mittleres Kochertal umfasst die Kirchengemeinden Eberstal, Ingelfingen, Niedernhall und Weldingsfelden. Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Mittleres Kochertal ist Markus Morgen. Er hat seinen Dienstsitz in Heilig Kreuz, Gemünderstr. 3, 74653 Ingelfingen.

Pastoralteam
Pfarrer Markus Morgen
Diakon Matthias Ankenbrand
Pastorale Mitarbeiterin Sabine Beck

Kontakt
Pfarrbüro Ingelfingen

Gemünderstr. 3
74653 Ingelfingen
Tel. 07940 8580
Fax 07940 98036
heiligkreuz.ingelfingen(at)drs.de
https://se-mittleres-kochertal.drs.de

Pfarramtssekretärin: Birgit Delz

Büro-Öffnungszeiten
Dienstag09:00 Uhr

11:00 Uhr
Mittwoch09:00 Uhr

11:00 Uhr
Donnerstag15:30 Uhr

17:00 Uhr
Freitag09:00 Uhr

11:00 Uhr

Pfarrbüro Niedernhall
Criesbacher Str. 4
74676 Niedernhall
Tel. 07940 2344
Fax 07940 546257
StMaria.Niedernhall(at)drs.de  oder  Gertrud.Ruf(at)drs.de
https://se-mittleres-kochertal.drs.de

Pfarramtssekretärin: Gertrud Ruf

Büro-Öffnungszeiten
Montag09:00 Uhr

11:00 Uhr
Dienstag09:00 Uhr

11:00 Uhr
Mittwoch15:00 Uhr

17:00 Uhr
Donnerstag09:00 Uhr

11:00 Uhr

 

 

 

Bildergalerie

Eberstal

mit Diebach, Dörrenzimmern und Stachenhausen

Kirchengemeinderat
Andrea Mütsch (2. Vors.), Rainer Horndacher (stv. 2. Vors.), Claudia Gödecke, Katharina Heer, Eberhard Hettinger, Anni Löchner, Bernd Mütsch, Korona Mütsch, Inge Schmitt, Manfred Schneider
Vertreter im Dekanatsrat: Eberhard Hettinger, Stellvertreterin: Inge Schmitt,
Organisten: Johannes Mütsch, Carolyn Mütsch
Mesnerin: Petra Hillenmaier
Kirchenpflegerin: Johanna Gärtner, Sindelbachstr. 12, Tel. 06294 6483
Gottesdienste: Sonntag 8:45 Uhr / Werktag Dienstag (14-tägig) 19:00 Uhr (Winterzeit 18:00 Uhr)
Musik

  • Blaskapelle Eberstal e.V , Vorstand: Joachim Mütsch, Jäuchernstr. 17, Tel. 06294 4213-0 - Begleitung bei folgenden Anlässen: Weißer Sonntag, Prozessionen (Ewige Anbetung, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Kirchenpatrozinium), zum Teil musikalische Mitgestaltung bei Gottesdiensten
  • Liederkranz Eberstal e.V. - Männerchor und Gemischter Chor
    Vorstand:Margareta Schneider, stellvertr. Peter Mütsch
    Gesangliche Umrahmung der Gottesdienste an Festtagen (Ostern, Pfingsten, Weihnachten, Kirchenpatrozinium), Karfreitag, Allerheiligen, Begräbnisse

Gruppen

  • Kinder - Kindergottesdienst - Ansprechpartner: Elisabeth Hettinger, Andrea Mütsch, Margareta Schneider
    ca. 8 Kindergottesdienste im Jahr (i.a. parallel zum Sonntagsgottesdienst)
  • Ministrantengruppe - monatliche Treffen im Gemeindehaus
  • Frauen - Katholischer Frauenbund Eberstal, Vorstandsteam: Andrea Mütsch, Maria Horndacher / 1 - 2 monatliche Treffen unter verschiedenen Themenbereichen
  • Senioren - monatliche Treffen abwechselnd im Gemeindehaus bzw. im Gasthaus Krone. Seniorenkreisleiterin Andrea Mütsch
  • adventliche Seniorenfeier am 1. Adventssonntag in der Gemeindehalle

Aktionen in der Gemeinde
Alle paar Jahre Gemeindefest am Kirchenpatrozinium
Geschichte der Kirchengemeinde Eberstal St. Rochus
1090: erste urkundliche Erwähnung Eberstals
1475: wurde Eberstal vom Pfarrverband Marlach gelöst und kam mit Stachenhausen und Bühlhof als Filiale nach Dörrenzimmern.
1604/05: Eberstal wird von der evangelischen Pfarrei Dörrenzimmern getrennt und nach Sindeldorf eingepfarrt.
1625/26: Pest in Eberstal, 171 Personen sind gestorben.
1830: Bischof Keller von Rottenburg weiht die 1827 gebaute Kirche ein.
1831: Erbauung des Pfarrhauses.
1833: Pfarrei Eberstal gegründet, Filialen; Diebach, Stachenhausen, Dörrenzimmern, Bühlhof.
1834: wird der erste Pfarrer Mathäus Dorn aus Rottweil eingesetzt.
1923: Bau der Kirche und Umbau des Pfarrhauses
1928: Die Kirche ist fertiggestellt und wird dem Hl. Rochus geweiht.
1950: Glockenweihe. Das Geläute wird durch 2 Glocken vervollständigt. Gleichzeitig Ersatz für die im Krieg einge-schmolzenen Glocken.
1959: Renovierung und Umgestaltung des Kircheninnenraumes. Altar und Altarbild von Rochus neu. Kirche erhält eine neue Orgel.
1980: Die Kirche erhält neue von Alois G. Plum, Mainz künstlerisch gestaltete Kirchenfenster
1981: Eingang für Kirche wird erneuert.
1984: der im Jahre 1912 westlich des Dorfes angelegte Friedhof wird

Ingelfingen

Kirchengemeinderat:
Robert Heen (2. Vors.), Sandra Hertweck, Andrea Groß, Damir Martis, Thomas Weigel, Monika Zeller
Vertreter im Dekanatsrat: Thomas Weigel
Organist: Johannes Mütsch
Mesner: Robert Heen
Kirchenpfleger: Manfred Schmitt
Gottesdienste
Sonntag 10:30 Uhr / werktags dienstags (14-tägig) 19:00 Uhr
An einem Sonntag im Monat Kindergottesdienst im Gemeindezentrum
Ökum. Abendgebet jeden 2. Mittwoch im Monat, 19:15 Uhr, abwechselnd in der katholischen und evangelischen Kirche.
Genauere Angaben entnehmen Sie unserem kirchl. Mitteilungsblatt, das Sie über das Pfarrbüro beziehen können oder im Schriftenstand in der Kirche zur Mitnahme ausliegt, oder unserem städtischen Amtsboten.
Musik
Kirchenchor: Probe jeden Mittwoch 20.00 Uhr, im Gemeindezentrum,
Chorleiter: Roland Groß
Vorstand: Andrea Groß
Gruppen

  • Bibelgesprächskreis - trifft sich Montagabend (14-tägig) im Gemeindezentrum
    Ansprechpartnerin: Rosa Spreng 
  • Kontaktpflege - Freiwillige HelferInnen pflegen Kontakte zu den Bewohnern des Seniorenstiftes und begleiten Kranke und Behinderte zum Gottesdienst
    Ansprechpartner: Waltraud Johmann
  • Kindergottesdienstteam - an einem Sonntag im Monat findet parallel zur Eucharistiefeier ein Kindergottesdienst im Gemeindezentrum statt.
    Ansprechpartnerin: Sabine Beck
  • Pfadfinder - Kleine Wölflinge (ab 1. Klasse), Große Wölflinge (ab 4. Klasse), Pfadis (ab 14 Jahre), Rover (ab 16 Jahre).
    Die Truppstunden finden wöchentlich im Truppraum des Gemeindezentrums statt.
    Mehr Infos unter www.dpsg-ingelfingen.de
    Ansprechpartner: Sven Amann
  • Frauenkreis - Die Gruppe trifft sich einmal im Monat an einem Dienstag im Gemeindezentrum Kontaktaufnahme über das Pfarrbüro (Tel. 07940 8580)
  • KAB Ingelfingen-Niedernhall
    Die Gruppe trifft sich ca. einmal im Monat im Gemeindezentrum. Ansprechpartner: Manfred Wiedemann.  e-mail: manfred.wiedemann(at)web.de
  • Seniorennachmittag - Unsere Senioren treffen sich am zweiten Mittwoch im Monat. Beginn 14:00 Uhr, gemütliches Beisammensein mit Programm im Gemeindezentrum.
    Ansprechpartnerin: Magdalena Spirk und Hedwig Brand


Aktionen in der Gemeinde
Unser jährliches Gemeindefest findet an Fronleichnam statt.
Geschichtliches zur Kirchengemeinde
Die Katholischen Kirchengemeinden im mittleren Kochertal entstanden in den Nachkriegsjahren, als sich viele Heimatvertriebene hier ansiedelten.
Allmählich wurden in den Orten Niedernhall, Forchtenberg, Weissbach und Ingelfingen neue Kirchen gebaut. Pfarrer José Sauter-Gabriel übernahm am 11.12.1966 die 1960 gegründete Pfarrei in Niedernhall und fungierte in der nachfolgenden Zeit als sehr aktiver Initiator und Bauherr in den o.g. Orten.
Die Einrichtung einer Pfarrstelle in Ingelfingen mit der Zuordnung der Kirchengemeinden St. Rochus, Eberstal und St. Bartholomäus, Weldingsfelden wurde 1993 vorgenommen. Damit erfolgte eine weitgehende Angleichung an das Verwaltungsgebiet der Stadt Ingelfingen.
Bauliches zur Kirchengemeinde
Unsere Heilig Kreuz Kirche wurde 1970/71 erbaut. Die Einweihung nahm Weihbischof Anton Herre am 12.03.1972 vor. Eine Außenrenovation wurde in den Jahren 1983 und 1990 vorgenommen. In den Jahren 1993/4 wurde mit der Neugestaltung des Chorraumes begonnen, die bereits 1968 geplant war und wegen fehlender Mittel nicht realisiert werden konnte. Diese Innenrenovation wurden 1997 mit der Anbringung des Kreuzweges, gestaltet von dem Bildhauer Joachim M. Hoppe, weitergeführt. Mit dem Bau des geplanten Pfarrhauses mit angeschlossenem Pfarrbüro wurde 1996 begonnen. Die Einweihung fand am 15. Juni 1997 statt.

Niedernhall

mit St. Bonifatius Weißbach
und St. Franziskus Forchtenberg

Kirchengemeinderat
Pfarrer Markus Morgen, 2. Vors. Herbert Simm

  • aus Forchtenberg:  Simon Leja
  • aus Niedernhall: Irene Albert, Aniela Czolkos, Anna Edyta Mazurkiewicz
  • aus Weißbach: Bozena Albetzki, Günther Schneider
  • Vertreter im Dekanatsrat: Simon Leja
    Kirchenpfleger: Manfred Schmitt, Ingelfingen

Gottesdienstzeiten werden im Kirchlichen Mitteilungsblatt, den kommunalen Mitteilungsblättern von Ingelfingen, Niedernhall, Weißbach und Forchtenberg sowie der Hohenloher Zeitung veröffentlicht. Das Kirchliche Mitteilungsblatt erscheint ca. alle zwei Monate und liegt in den Kirchen aus.
In der Regel:
St. Maria Niedernhall – Sonntag 10.30 Uhr
St. Bonifatius Weißbach und St. Franziskus Forchtenberg – abwechselnd
Samstag 18.00 Uhr und Sonntag 8.45 Uhr
Kinder- oder Familiengottesdienst einmal monatlich

Musik
Kirchenchor Laudamus
Proben donnerstags um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Niedernhall
Chorleiterin: Johanna Wick
Organisten: Johannes Mütsch und Thomas Fricke

Gruppen
Ministranten
Minitreff Niedernhall jeden 1. Samstag im Monat um 15.15 Uhr im Gemeindezentrum, Ansprechpartnerin Hannah Berndt und Theresa Wilden
Minitreff Forchtenberg monatlich mittwochs um 16.30 Uhr im Jugendraum von
St. Franziskus Forchtenberg, Ansprechpartnerin Nicole Groh
Minitreff Weißbach nach Absprache, Ansprechpartnerin Margot Schneider
Frauenkreis
Gemeinsame Treffen der Frauengemeinschaft von Ingelfingen und Niedernhall, monatlich dienstags um 20.00 Uhr in Ingelfingen oder Niedernhall
Ökumenische Frauengruppe – Meditatives Tanzen
Treffen: etwa alle zwei Monate dienstags um 20.00 Uhr im kath. Gemeindezentrum Forchtenberg, Leiterin: Anna Kober, Tel. 07947/261
KAB
Gemeinsame Treffen der KAB Ingelfingen und Niedernhall, monatlich montags um 20.00 Uhr in Ingelfingen.
KAB-Senioren, Treffen monatlich freitags 14.00 Uhr in Ingelfingen
Senioren
Seniorentreff jeden 2. Mittwoch im Monat um 14.00 Uhr im Gemeindezentrum von St. Maria Niedernhall

Aktionen der Gemeinde

  • Pfarrfest in St. Maria Niedernhall im Oktober
  • Pfarrfest in St. Franziskus Forchtenberg im Februar
  • Fronleichnamsfest in Niedernhall
  • Sehr zahlreiche ökumenische Veranstaltungen
  • 2013 missio-Ausstellung "Glaubenszeugen"

Über die Geschichte unserer Gemeinde
Die neuere Geschichte unserer Gemeinde beginnt erst nach dem 2. Weltkrieg.
Nach dem Krieg gab es in Niedernhall nur drei katholische Familien, und die gehörten zur Gemeinde Nagelsberg bei Künzelsau, der eigentlichen „Muttergemeinde“ des gesamten Kochertales.
Die erste katholische Kirche des Kochertales wurde 1953 in Niedernhall am Burgstallweinberg errichtet mit Hilfe der einheimischen Christen und einer Studentengruppe aus Belgien und am 2. Mai 1954 von Bischof Carl-Joseph Leiprecht geweiht. Sie erhielt den Namen: Maria, Mutter der guten Hoffnung. 1969 wurde St. Franziskus in Forchtenberg und 1971 St. Bonifatius in Weißbach errichtet. Alle drei bilden die Gemeinde St. Maria Niedernhall.
Die Kirche St. Maria Niedernhall wurde schnell zu klein. Deswegen errichtete man eine größere Kirche, die jetzige Zeltdachkirche an der Kochertalstraße, die am 4.11.1984 von Bischof Herrn Dr. Georg Moser geweiht wurde.
Insgesamt zählt die Gemeinde 2268 Mitglieder, davon leben in Niedernhall 1248, in Forchtenberg 547 und in Weißbach (Stand: Juni 2009). 
In den letzten Jahrzehnten wuchsen die Verbindungen in allen drei Ortschaften zu den evangelischen Christen heran und heute gibt es viele Veranstaltungen, in denen beide Kirchen gerne zusammenarbeiten.
Im April 2002 bildeten die Kirchengemeinden St. Maria Niedernhall, Heilig Kreuz Ingelfingen, St. Rochus Eberstal und St. Bartholomäus Weldingsfelden die Seelsorgeeinheit Mittleres Kochertal.

Zur Pfarrkirche St. Maria Niedernhall
(vollständiger Name: Maria, Mutter der Guten Hoffnung)
Nachdem 1556 endgültig die Reformation eingeführt wurde, konnte erst 1954 wieder eine katholische Kirche in Niedernhall geweiht werden. Nach dem Krieg gab es in Niedernhall nur drei katholische Familien und die gehörten zur Gemeinde Nagelsberg, der eigentlichen „Muttergemeinde“ des gesamten Kochertales.
Nach dem Zuzug vieler Heimatvertriebener (vor allem aus dem Sudetenland) wurde der Bau einer Kirche notwendig. An der ersten Kirche St. Maria in der Burgstallstraße (heute privatisiert) haben belgische Studenten über die Ostpriesterhilfe mitgewirkt.
Als Ausdruck der Völkerverständigung haben diese Studenten aus ihrem Seminar Bonne-Espérance in Belgien eine Marienstatue, die heute noch den Altarraum unserer Kirche ziert, nach Niedernhall verbracht.

Die alte Kirche wurde schnell zu klein. Deswegen errichtete man eine größere Kirche, die jetzige Zeltdachkirche an der Kochertalstraße, die am 4.11.1984 von Herrn Bischof Dr. Georg Moser geweiht wurde. Planung und Bauleitung wurden durch die freien Architekten Reutter aus Wernau am Neckar ausgeführt. 4 Glocken (davon 2 aus der alten Kirche) laden zum Gottesdienst ein.
2009 konnten wir das 25-jährige Weihejubiläum mit Gemeindefest und Chorkonzert begehen.

Im neuen Gemeindezentrum war nun mit einem großen Gemeindesaal, zwei Jugendräumen (einer davon ist unser heutiges Pfarrbüro) und einem großzügigen Kirchenraum mit ca. 250 Sitzplätzen genug Platz für das Gemeindeleben der mittlerweile ca. 1.200 Katholiken in Niedernhall. 2010 erstrahlte unsere Kirche nach umfassenden Renovierungsarbeiten (neuer Putz, neuer Anstrich usw.) in neuem Glanz.

Gang durch den Kirchenraum: auffallend schön ist unsere Orgel (erbaut 1992 von Orgelbau Rensch aus Lauffen). Hunderte Pfeifen (die größte ist 2,55 m lang und die kleinste 12 mm) erzeugen ein wunderbares Klangerlebnis.

Der Altar, die Sakramentsstele und der Ambo wurden von dem Künstler Alfred Appenzeller (aus Altheim bei Horb) geschaffen. Bemerkenswert sind die heraufquellenden Formen in der Fußbodenplatte des Altars, die symbolisch als Quelle des Lebens gedeutet werden können.
Sehr schön sind auch die mit Pflanzen und Blumen verzierten, farbenfrohen Chorfenster und die Fenster im weiteren Kirchenraum.
Maria, unsere Kirchenpatronin, thront gleich links neben dem Ambo. Ein schönes Kreuz hängt im Altarraum, leider konnten wir hier Alter und Herkunft nicht in Erfahrung bringen.

Unsere schöne Kirche ist täglich geöffnet und lädt zum Gebet und zum Verweilen ein!
Kommen sie vorbei, denn nicht nur alte Kirchen sind sehenswert!

Für den Kirchengemeinderat:
Jörg Ziegler

(aus Mitteilungsblatt 3/2012, Serie „Die Kirchen unserer Seelsorgeeinheit“)

Zur Pfarrkirche St. Franziskus in Forchtenberg
Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Maria in Niedernhall

Die wenigen Forchtenberger Katholiken (vor dem 2. Weltkrieg
3 Familien) gehörten bis 1954 zur Pfarrgemeinde Nagelsberg. Nachdem in Niedernhall eine Seelsorgestelle eingerichtet wurde, kam Forchtenberg zur Pfarrgemeinde Niedernhall.
Als die Katholikenzahl nach dem Zuzug vieler Heimatvertriebener und ausländischer Gemeindemitglieder auch in Forchtenberg kräftig wuchs, entschloss man sich zu einem Kirchenbau.
Bis dahin fand ein 14-tägiger Sonntagsgottesdienst in der Friedhofskapelle statt - betreut von den Patres vom Ritterhaus aus Bad Mergentheim.
Nachdem schon der 1. Stadtpfarrer Niedernhalls, Herr Gerhard Gutsfeld, die Vorplanungen vorangetrieben hatte, konnte unter Pfarrer José Sauter-Gabriel am 04.05.1969 der Grundstein für die Franziskuskirche gelegt werden. Den Entwurf und die Planung der Fertigbaukirche hat das Ingenieurbüro Reutter aus Wernau übernommen. In unserer Diözese stehen noch weitere Kirchen der gleichen Bauart (z.B. in Eberstadt bei Heilbronn und in Nürtingen).
Am 19.10.1969 wurde die Kirche durch Domkapitular Prälat Alfred Weitmann geweiht.
Voller Ausdruckskraft sind die farbenfrohen Kreuzwegdarstellungen in den Fensterseitenbändern - eingebettet in das Element Wasser, das den ganzen Kirchenraum umfließt.
Beeindruckend ist vor allem das große Fenster über dem Eingang: Hier wird Schwester Sonne und Schwester Erde aus dem Sonnengesang des Franz von Assisi dargestellt. Wenn die Sonne durch das Fenster scheint, wird der Kirchenraum in ein strahlendes und zugleich farbenfrohes Licht getaucht. Die Seitenfenster des Altarraumes zeigen ebenfalls Symbole aus dem Sonnengesang.
In Richtung Altarraum befindet sich eine Statue des Kirchenpatrons (Patrozinium am 4. Oktober) - ein Geschenk des Domkapitulars Prof. Dr. Francicso Camprubi aus Barcelona.
Über dem Altar befindet sich ein Holzkreuz aus dem 15. Jahrhundert, das von einem unbekannten spanischen Meister geschnitzt wurde. Vergrößert durch einen Hintergrund aus Eiche, beherrscht das Kreuz den Altarraum. Der Altar und der Ambo sind Erbstücke aus der Ingelfinger Kirche (seit 1993 in Forchtenberg). Die Pfeifenorgel wurde 1994 eingebaut.
Die Kirche wurde 2008 außen umfassend renoviert: Wärmedämmung und neuer Anstrich, behindertengerechte/ebene Eingänge wurden eingerichtet, das Dach wurde erneuert, der Außenbereich komplett neugestaltet.
Im Rahmen des Sophie-Scholl-Jahres wurde 2011 ein Rosenstock vor der Kirche neben einer Tafel gepflanzt – zum Gedenken an die Widerstandskämpferin der Weißen Rose.

Der Hl. Franziskus ist in der Forchtenberger Kirche allgegenwärtig, deshalb möchte ich die kurze Kirchenvorstellung mit einem Auszug aus dem Sonnengesang beschließen:

Höchster, allmächtiger, guter Herr,
Dein ist das Lob, der Ruhm, die Ehre:
Dir, Höchster, nur gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig,
Dich zu nennen.

Gelobt seist Du, mein Herr,
mit allen Deinen Geschöpfen,
vornehmlich mit der edlen Herrin
Schwester Sonne,
die uns den Tag schenkt,
durch ihr Licht.

Gelobt seist Du, mein Herr,
durch unsere Schwester
Mutter Erde,
die uns ernährt und erhält,
vielfältige Frucht uns trägt
und bunte Blumen und Kräuter.

Jörg Ziegler, Kirchengemeinderat Niedernhall

(aus Mitteilungsblatt 6/2012, Serie „Die Kirchen unserer Seelsorgeeinheit“)

Zur Pfarrkirche St. Bonifatius in Weißbach -
Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Maria in Niedernhall

Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Katholikenzahl in Weißbach stetig an. Bereits unter Stadtpfarrer Gutsfeld wurde Mitte der 60er Jahre der Bau einer Fertigbaukirche erwogen.
Nach dem Erwerb des Bauplatzes 1967 wurden die Pläne konkreter, bis dann am 14.05.1970 der Grundstein zur Bonifatius-Kirche gelegt wurde.
1971 erfolgte die Weihe durch Weihbischof Anton Herre. Pfarrer José Sauter–Gabriel hatte maßgeblich das Bauvorhaben vorangetrieben – wie auch schon bei den Kirchen in Forchtenberg und später in Ingelfingen. Die Kirche wurde in Fertigbauweise vom Architekturbüro Reutter aus Wernau geplant. Fast dieselbe Kirche finden wir auch in Nagelsberg: die Christuskirche.

Das Altarkreuz eines unbekannten spanischen Meisters aus dem
16. Jahrhundert, die Statue des Hl. Antonius von Padua (18. Jh., unbekannter spanischer Meister) und der von einem damals
18–jährigen Künstler gemalte Kreuzweg fügen sich harmonisch zusammen.
Der gemalte Kreuzweg besticht durch seine schöne Farbkombination aus verschiedenen Pastelltönen.
Neben dem Tabernakel finden wir auch eine 2001 gestiftete Bonifatius-Statue – eine schöne Holzschnitzarbeit.

Zur Weihnachtszeit kann die Weißbacher Kirche durch ein besonderes Highlight glänzen: die wunderschön gestaltete Weihnachtskrippe von Frau Gertrud Metzger (+ 2012). Über viele Jahre hat Frau Metzger diese originelle und einzigartige Krippe mit viel Liebe zum Detail gebastelt.

Aber es lohnt sich sicher nicht nur zur Weihnachtszeit, die Bonifatius-Kirche in Weißbach zu besuchen!

Zum Schluss noch ein kleiner Auszug aus dem Bonifatius-Lied,
das jedes Jahr zum Kirchenpatrozinium (5. Juni) gesungen wird:

Du Bote Gottes ausgesandt,
das Heil zu künden unserm Land;
du Glaubensvater, guter Hirt,
du treuer Zeuge, unbeirrt.

Steh uns mit deiner Hilfe bei
und mache uns im Glauben treu,
o heil'ger Bonifatius!

Jörg Ziegler, Kirchengemeinderat Niedernhall

(aus Mitteilungsblatt 1/2013, Serie „Die Kirchen unserer Seelsorgeeinheit“)

Weldingsfelden

mit Hermuthausen und Mulfingen-Seidelklingen

Kirchengemeinderat: Wolfgang Bissinger (2. Vors.), Elfriede Lober (stv. 2. Vors.), Sabine Hofmann, Regina Mayer, Carmen Ruck, Richard Schmötzer, Alexander Spendel, Martina Zenkert
Vertreter im Dekanatsrat: Martina Zenkert
Organist:
Johannes Müller
Mesner: Wolfgang Bissinger
Kirchenpfleger: Norbert Ruck
Gottesdienste

Samstag Vorabendmesse 19:00 Uhr (Winterzeit 18:00 Uhr) oder
Sonntag 08:45 Uhr Eucharistiefeier oder abwechselnd 10:00 Uhr Wortgottesfeier
Gruppen
Jugendgruppen-leiterinnen: Katharina Bissinger, Stephanie Zenkert, Jacinta Zenkert, Anna-Lena Zenkert, Michaelle Renner

Aktionen in der Gemeinde

  • Seniorennachmittage über die Herbst- und Winterzeit
  • Alljährlich am Samstag vor dem 1. Advent findet ein Basar der Jugendgruppe mit gemütlichem Beisammensein im Gemeindehaus St. Bartholomäus statt.
  • Alle 2-3 Jahre findet ein Gemeindefest an Fronleichnam statt.

Geschichtliches zur Kirchengemeinde:   

  • 1902 Bau der heutigen Kirche von der katholischen Kirchengemeinde Weldingsfelden und Seidelklingen
  • 25.05.1903 Kirchweih der heutigen St. Bartholomäus - Kirche
  •  Eklat: Die Bischöfliche Kanzlei von Rottenburg verweigert die Genehmigung für das Einläuten der evangelischen Feiertage sowie das Sterbe- und Begräbnisläuten der evangelischen Mitchristen, obwohl von der bürgerlichen Gemeinde 500 DM für die Glocke und die Uhr (Gesamtkosten 900 DM) bezahlt wurde.
  • 10.06.1903 Eklat von Weldingsfelden kommt vor den Landtag
  • 22.09.1903 Erneuerung des Vertrages von 1862. Anordnung der bischöflichen Kanzlei wird zurückgezogen.
  • ab 1903 Weldingsfelden mit Seidelklingen wird Expositurvikariat (Vikar Vesenmayer; Vikar Hoschle)
  • 1904 Die alte St. Bartholomäus - Kapelle, die soviel Unfrieden ins Dorf gebracht hatte, wird abgerissen.
  • 1910 Pfarrer Alois Ebert kommt als Administrator nach Weldingsfelden
  • 1924 Bau der Herz - Jesu Kapelle in Seidelklingen. Gestiftet von heimgekehrten Soldaten des 1. Weltkrieges als Dank und zum Gedächtnis der Gefallenen.
  • 1928 Weldingsfelden mit Seidelklingen wird selbständige Kirchengemeinde als Gegenleistung, nachdem der Weldingsfelder Bürger Eusebius Schmitt nach seinem Tod seine Güter der Diözesanverwaltung vermacht hatte.
  • 1936 Nach dem Tod von Pfarrer Ebert übernimmt Pfarrer Albert Pfitzer die Kirchengemeinde.
  • 1949 Vergrößerung des Kirchhofes. Die evangelischen Mitchristen haben die Wahl, ihre Toten weiterhin in Hohebach zu bestatten oder von jetzt an in Weldingsfelden. Sie entscheiden sich für Weldingsfelden . Pfarrer Pfitzer und Pfarrer Zeller ( Hohebach) vereinbaren, dass das katholische Gotteshaus den evangelischen Mitchristen für kirchliche Zwecke zur Verfügung steht. Beginn der praktizierten Ökumene in Weldingsfelden.
  • 1956 Die evangelische Kirchengemeinde löst sich von Hohebach und schließt sich der Kirchengemeinde Hermuthausen an.
  • 1962 Renovation der Pfarrkirche. Der Jugendstil des Innenraumes wird gänzlich beseitigt.
  • 1974 Nach der Pensionierung von Pfarrer Pfitzer übernimmt Alfred Häfele , Pfarrer von Eberstal, zusätzlich die Kirchengemeinde Weldingsfelden.
  • 1989-1990 Erneute Renovation der Kirche . Der Jugendstil wird weitmöglichst wiederhergestellt.
  • 1991-1993 Nach dem Weggang von Pfarrer Häfele wird die Kirchengemeinde Weldingsfelden von der Gemeinde Mulfingen aus betreut. Ein Antrag des Kirchengemeinderates für eine Zugehörigkeit zur Muttergemeinde Mulfingen wird von Rottenburg abgelehnt.
  • 1992-1993 Renovierung der Kapelle in Seidelklingen
  • 18.09.1993 Investitur von Pfarrer Alwin Miller . Pfarrer Miller ist zugleich Seelsorger der katholischen Kirchengemeinde von Ingelfingen und Eberstal
  • 22.03.1999 Abstimmung der Kirchengemeinde über die gewünschte zukünftige Zugehörigkeit der neu geplanten Seelsorgeeinheiten. Die Mehrheit der Gemeindeversammlung spricht sich für die Seelsorgeeinheit Mulfingen aus.
  • 01.01. 2001 Festlegung durch Bischof Gebhard Fürst: Die Kirchengemeinde St. Bartholomäus Weldingsfelden bildet zusammen mit den Kirchengemeinden Hl. Kreuz Ingelfingen, St. Rochus Eberstal und St. Maria Niedernhall eine Seelsorgeeinheit.